Vom Polizist zum Detektiv

November 20th, 2009 · No Comments

Der bekannteste Detektiv, der einmal Polizist war, ist im deutschen Fernsehen wohl der allseits bekannte Josef Matula aus „Ein Fall für zwei“. Was aber bewegt einen Menschen dazu, aus dem scheinbar sicheren Beruf bei der Polizei auszusteigen, um als Detektiv auf Aufträge angewiesen zu sein, um sein Geld zu verdienen. Die gesicherte Pension, das verhältnismäßig gute Gehalt, die relativ geregelten Arbeitszeiten, die man als Polizist im Großen und Ganzen genießen kann, aufzugeben, hat sicher seinen Grund.

Eine Möglichkeit, warum man sich für die Laufbahn als Detektiv entscheiden kann, ist, dass man in der Laufbahn nicht mehr weiter kommt. Disziplinarische Maßnahmen, die einen Karriereknick nach sich ziehen, sind nur eine Möglichkeit. Aber auch die beschränkten Aufstiegsmöglichkeiten in der Laufbahn des mittleren Dienstes, wo es ja nach oben hin eindeutige Grenzen gibt, können ein Grund sein, aus der Beamtenkarriere auszusteigen.

Für manche Menschen wird aber nach einiger Zeit auch klar, dass sie einfach nicht für eine Uniform, für dauernde Streifenfahrten geschaffen sind. Sie wollen aus den Reglements der Polizei entfliehen und sehen ihr Heil in der Flucht, hin zum Detektiv. Dass auch hier Streifenfahrten und langweilige Routine irgendwann sein müssen, versteht sich von selbst, denn dadurch lebt nun einmal die Arbeit in Ermittlungen. Auch die Verwaltungsarbeit wird sich nicht deutlich verringern, denn auch ein Detektiv muss Protokolle schreiben. Ob der Verdienst unbedingt ein Grund ist, den Beamtenstatus abzugeben, und bei der Polizei zu kündigen, wird man erst sagen können, wenn man selbst weiß, wie erfolgreich man ist. Mancher macht Karriere, der andere schummelt sich, bedingt durch wenige und schlecht bezahlte Aufträge mehr oder minder durch sein Leben. Die Ausbildung bei der Polizei kommt dem Detektiv und auch seinen Klienten natürlich in jedem Fall zu gute.