Ein Detektiv lebt von seiner Flexibilität. Ohne Führerschein ist diese Beweglichkeit so immens eingeschränkt, dass er die meisten seiner Fälle kaum noch bewältigen könnte. Eigentlich beginnt es, wie bei vielen anderen arbeitenden Menschen auch, schon mit dem Weg zum Büro. Schon hier können ohne Führerschein die ersten Probleme entstehen, denen der Detektiv dann relativ machtlos gegenüber steht. Günstige Fahrpläne der öffentlichen Verkehrsmittel, ein liebender Ehepartner, der Zeit hat zum Chauffieren oder andere Mitfahrgelegenheiten sind es dann, die wenigstens diesen Weg noch möglich machen.
Nicht mehr so leicht ist es dann, wenn der Detektiv für seine Ermittlungen auf das Auto und seinen Führerschein angewiesen ist. Wie soll man eine Observation durchführen können, wenn man einem davonfahrenden Verdächtigen nicht hinterherkommen kann? Das ist nahezu unmöglich. Einen Fahrer zu engagieren oder alles mit einem Taxi zu bewältigen, ist ein Ding der Unmöglichkeit: Die Kosten für die Mandanten würden explodieren, oder die Detektei draufzahlen.
Der Detektiv, der seinen Führerschein einige Wochen abgeben muss, kann sich für diese Zeit Urlaub nehmen, oder aber im Büro einigen Verwaltungsaufgaben nachkommen. Ist der „Lappen“ für längere Zeit oder gar ganz weg, führt dies unweigerlich zu Problemen am Arbeitsplatz. Der Ermittler wird zur Belastung für das Unternehmen, weil er nur noch die einigen wenigen Fälle übernehmen kann, bei denen es nicht auf Mobilität und Flexibilität ankommt. Geschwindigkeitsbegrenzungen, aber auch andere Verkehrsregeln, sollten also soweit wie möglich eingehalten werden, denn ein Detektiv ohne Führerschein hat ein riesiges Problem: Er kann nicht mehr so effizient arbeiten, wie die Mandanten es von ihm verlangen.
